Erbacher
Hohenrain
Die Südhanglage oberhalb des alten Ortskerns von Erbach ist im
Westen durch eine hohe Mauer begrenzt. Mit der Sonneneinstrahlung
bis in die Abendstunden hinein verfügt die Lage über ein
warmes, windgeschütztes Mikroklima. Erstmals 1519 als „wingart
des reyngen“ erwähnt, wurde sie schon 1543 als Lage „hohenreine“
geführt. Mit dem Begriff „Rain“ bezeichnet man einen
Hang am Rande einer Flur.
Auf tiefgründigen Lößböden, durchzogen von tertiären
Mergelschichten, wachsen mit die ältesten Weinstöcke des
Schlosses, teilweise über 40 Jahre alt. Während viele Weinberge
um diese Reben herum inzwischen der Flurbereinigung zum Opfer gefallen
sind, zeigen diese erhaltenen, „Alten Reben“, wozu ein
Weinberg im reifen Alter zu leisten im Stande ist.
Die Rieslinge präsentieren sich mit einer ungeheuren Komplexität
und Dichte. Die Fruchtaromen reifer gelber Früchte und schwarzer
Johannisbeere, unterlegt mit Honignoten verleihen den Weinen eine
Nachhaltigkeit von bemerkenswerter Güte.
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